Rosenkohl, Kalorien und Nährwerte der Vitaminknospe

Anfang des 19. Jahrhunderts begann Rosenkohl seinen Siegeszug als Wintergemüse durch ganz Europa und fand auch in den Vereinigten Staaten Verbreitung.
Erste Belege für den Anbau von Rosenkohl werden auf das Jahr 1587 in den damaligen Spanischen Niederlanden, dem heutigen Belgien, datiert.

Der mild-süßlich bis nussig schmeckende Rosenkohl, manchmal auch Brüsseler Kohl oder Sprossenkohl genannt, ist ein Gemüsekohl aus der Familie der Kreuzblütler. Er ist besonders reich an Ascorbinsäure (Vitamin C) und Beta Karotin (Provitamin A) und enthält so gut wie kein Fett und äußerst wenig Kalorien und Kohlenhydrate, was ihn zu zu einem ausgezeichneten diätischen bzw. vegetarischem Lebensmittel macht.

Gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe und Rosenkohl Kalorien

Rosenkohl ist eine zweijährige Pflanze.
In den Handel kommen unter der Bezeichnung „Rosenkohl“ abgeschnittenen Röschen, die eine grün-weiße Färbung und einen Durchmesser von 10 bis etwa 50 mm haben.

Neben dem Immunsystem stärkenden und antioxidativ wirkenden Vitamin C, Provitamin A und E, enthalten die Rosenkohl-Knospen Vitamine aus der B-Gruppe. Desweiteren ist in ihnen die für die Zellteilung und zahlreiche Stoffwechselvorgänge wichtige Folsäure enthalten.

Ebenso Vitamin K, das eine gute Durchblutung fördert (blutdrucksenkend) und den Abbau von Plaque innerhalb der Arterien sowie die Knochenentwicklung begünstigt. An Mineralstoffen enthält Rosenkohl vor allem Magnesium, Calcium und Kalium.

Aufgrund seines hohen Folsäuregehaltes ist Rosenkohl für Schwangere besonders zu empfehlen. Für Menschen, die an Gicht Leiden ist Rosenkohl eher nicht geeignet, da er relativ viele Purine enthält, die für den Anstieg des Harnsäurespiegels verantwortlich sind.

Jeweils 100 Gramm Rosenkohl besitzt lediglich einen Energiewert von 30 kcal (Rosenkohl Kalorien) sowie 2,4 Gramm Kohlenhydrate. Weiter besitzt er 0,4 Gramm Fett und 4,1 Gramm Proteine und Eiweiß.

Rosenkohl und seine Herkunft

Rosenkohl stammt ursprünglich aus dem belgisch-niederländischem Raum und wurde erst vor ungefähr 200 bis 250 Jahren kultiviert und großflächig angebaut. Er zählt damit zu den noch jungen Gemüsesorten in Nordeuropa. Auch heute noch zählen Belgien und die Niederlande zu den grössten Exporteuren. Hauptsaison für Rosenkohl ist von November bis Januar.

Das Gemüse ist aber teilweise schon in den Monaten davor und danach erhältlich.Als herbstliches Saisongemüse kommt er frisch in den Monaten September bis Dezember in den Handel. Leichter Frost schadet dem Rosenkohl dabei nicht, im Gegenteil, er sorgt für einen besonders milden Geschmack.

Zubereitungstipps

Rosenkohl eignet sich gut als Beilage zu zahlreichen Gerichten. Da Rosenkohl selbst nur Spuren an pflanzlichem Fett enthält ist er besonders gut für eine kalorienarme Küche geeignet. Er kann darüber hinaus auch als Basis für ein schmackhaftes vegetarisches Hauptgericht, zum Beispiel Rosenkohl- oder Gemüseeintopf mit verschiedensten Gemüsesorten verwendet werden.

Im Rohzustand sind die Rosenkohl knospen nicht genießbar. Für Rosenkohl als Gemüsebeilage sollten die Knospen vor der Zubereitung gut gewaschen und die äußeren losen Blätter gegebenenfalls entfernt werden. Schon beim Kauf sollte man darauf achten, das er außen noch eine schöne satt-grüne Farbe hat. Anschließend schneidet man die Knospen mit einem scharfen Messer leicht ein, was für das gleichmäßige Garen förderlich ist.

Mit ein wenig Wasser – etwas Salz nicht vergessen – wird der Rosenkohl dann in einem Topf etwa 5 Minuten gegart. Danach ein wenig Butter (etwa 1 Teelöffel) und wer mag eine Spur Muskat oder dunklen Pfeffer dazu geben und darin schwenken. So kann sich der mild-süße und etwas nussige Geschmack des Rosenkohls voll entfalten.
Rosenkohl bereitet man am besten frisch zu. Er eignet sich aber auch gut zum einfrieren, sollte dann aber innerhalb von ein bis zwei Wochen verzehrt werden.